Die Kinder engagierten sich mit verschiedenen Projekten für die Natur.
Partizipation
Die Schülerinnen und Schüler trugen die Ergebnisse ihrer Recherche in den Klassen zusammen und bereiteten sie für die Präsentation an einer Vollversammlung in der Aula vor. Moderiert wurde die Versammlung von der 5. und 6. Klasse. Alle Kinder konnten zwei Lieblingsprojekten ihre Stimme geben. Am meisten Stimmen erhielt das Projektthema "Aktivitäten für die Natur". Die Veranstaltung klappte tadellos; die Lehrerinnen und Lehrer stellten in einem Bericht fest, dass es "glänzend ohne sie funktionierte".
Einbezug in den Unterricht
Für die Umsetzung des Projekts stellten die Schülerinnen und Schüler aus Holz Nistkästen für Meisen und andere Höhlenbrüter her. Zudem produzierten sie 32 Schwalbennester aus Ton.
Mit ihrer zweiten Aktion setzten sich die Kinder für den Schwalbenschwanz – einem bedrohten Schmetterling – ein. Dazu mussten sie zuerst dessen Entwicklung und bevorzugten Lebensräume kennenlernen. Sie sammelten die Raupen ein, brachten sie in selber gebastelte Raupennester und fütterten sie, bis sich verpuppt hatten. Die Puppen überwinterten sie im ungeheizten Estrich des Schulhauses. Im Frühsommer wurden die Raupenkästen an die Klassen verteilt. Nun konnten die Kinder beobachten, wie aus den Puppen die prächtigen Schmetterlinge schlüpften. Etwas ganz Besonderes war es dann, die Schmetterlinge der Freiheit zu übergeben.
Realer Bedarf
Zum Auftakt waren die rund 80 Kinder des Schulhauses in- und ausserhalb der Schule als Gemeindedetektive unterwegs. Sie befragten die Bewohnerinnen und Bewohner nach ihren Bedürfnissen und suchten mögliche Projektthemen.
Ausserschulische Kooperation
Um für die Meisen und für andere Höhlenbrüter genügend Nistplätze bereitzustellen, boten die Kinder den Dorfbewohnerinnen und -bewohner kostenlos ihre selber produzierten Nistkästen an. Insgesamt produzierten die Kinder 60 Nistkästen, die im ganzen Dorf aufgehängt wurden. Auch die 32 Schwalbennester aus Ton fanden einen Platz.
Zusammen mit vielen Helferinnen und Helfern aus dem Dorf organisierten zudem alle Kinder des ganzen Schulhauses gemeinsam eine Waldputzete. In Gruppen durchschritten sie ausgewählte Waldstücke, sammelten Abfälle ein und entsorgten diese am Ende des Tages gemeinsam.